Deutscher Freidenker-Verband e.V. – Rheinl.-Pfalz / Saar

Fotogalerie der Arbeiterfotografie – Eindrücke vom 3. Oktober 2024

Sonntag, 03. November 2024 von DFV-RPS (DRR)

Die „Arbeiterfotografie“ bietet in der Neuen Rheinischen Zeitung mit einer Fotogalerie Einblicke in die Vielfalt der Demonstrationen und Friedensaktionen am 3. Oktober 2024 in Berlin, Wiesbaden-Erbenheim und Heidelberg. Zu den Aktionen am 3. Oktober hatte – nebst vielen weiteren Organisationen – auch der Deutsche Freidenker-Verband aufgerufen.

Krieg nicht in meinem Namen

Hier der Artikel aus der NRhZ mit seinen links zur umfangreichen Bildergalerie, Auszüge aus Reden und Einschätzungen zum 3. Oktober – umrahmt von einigen der Fotos, die der Fotogalerie unter den Verlinkungen „Serie 1 bis Serie 5“ entnommen wurden (weiteres ergänzendes Bild- und Videomaterial – u. a. auch von den Kundgebungen und Reden – gibt es unter: https://nie-wieder-krieg.org/videos-bilder-reden/ bzw. weiteren Verlinkungen am Ende des Artikels):

 

Zwischen Frieden und Feindbild-Trojanern

(von Arbeiterfotografie)

Der 3. Oktober 2024 war ein Tag, an dem es vielerorts um Frieden ging – so in Berlin, Wiesbaden-Erbenheim und Heidelberg. Während in Berlin – insbesondere an der Siegessäule – viel NATO-Konformität festzustellen war, war das in Wiesbaden-Erbenheim anders. Dort – ganz in der Nähe des 56. Feldartillerie-Kommandos der USA, von wo aus die Dark-Eagle-Hyperschall-Raketen, die Moskau innerhalb weniger Minuten „enthaupten“ können, seit November 2021 dirigiert werden – wurde propagiert, was in Berlin vonseiten der Organisatoren ausgeblendet wurde.

Im Aufruf zu der von Michaele Kundermann, EU-Kandidatin der Partei dieBasis, und Chris Barth, Herausgeber von „Klartext Rhein-Main“, initiierten Demonstration in Wiesbaden-Erbenheim wird u.a. gefordert:

 

„Kündigung des Vertrags über den Aufenthalt ausländischer Streitkräfte! Die NATO schützt uns nicht mehr – daher Austritt aus dieser eskalierenden statt friedenstiftenden Organisation!“

 

Ami go home

Per Kündigung des Aufenthaltsvertrags [auch Truppenstationierungsvertrag genannt] müssten alle militärischen Einrichtungen von USA und NATO auf deutschem Boden verschwinden. Auch die für 2026 angekündigte Raketenstationierung wäre verunmöglicht.

 

Solidarität mit Donbass und Gaza

Während in Berlin vonseiten der Redner an der Siegessäule die Feindbilder Putin und Hamas geschürt wurden, hieß es in Wiesbaden-Erbenheim:

 

„Schluss mit dem Schüren von Feindbildern zwischen den Völkern!“

 

Zusammen Frieden schaffen ohne Waffen

Demonstration zur Clay-Kaserne

 

Doch auch in Berlin konnten die Organisatoren nicht verhindern, dass unter den Demonstranten zahlreich die Parolen „NATO raus! Raus aus der NATO“ oder „NATO raus – KRIEG aus“ sichtbar waren und „NATO raus“ skandiert wurde – insbesondere als der SPD-Redner Ralf Stegner die militärische Unterstützung der Ukraine durch die BRD rechtfertigte.

Frieden mit Russland - Raus aus der Nato

 

Die ArbeiterfotografInnen Frank Becker, Peter Betscher, Geraldien Camelbeke, Heinz Eckel, Anneliese Fikentscher, Senne Glanschneider, Andreas Neumann und Elke Zwinge-Makamizile haben an den verschiedenen Orten für die Neue Rheinische Zeitung fotografiert:

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Vortrag Städtepartnerschaft Speyer ‒ Kursk

Montag, 28. Oktober 2024 von DFV-RPS (DRR)

Der NachDenkSeiten Gesprächskreis Frankfurt am Main & der Deutsche Freidenkerverband e.V.  in Kooperation mit BSW Unterstützerkreis FFM-Schwanheim und dem W E ST E N D Verlag laden ein im Rahmen der Reihe:

Frankfurter Friedensgespräche

zum Vortrag von Roland Kern:

Städtepartnerschaft Speyer ‒ Kursk

 

Liebe Freunde und Unterstützer der Frankfurter Friedensgespräche,

Die Reihe 🕊️  Frankfurter  FriedensGespräche möchten einen Beitrag zur Meinungsbildung für eine friedliche Lösung der aktuellen globalen Entwicklungen leisten.

bei den 🕊️  Frankfurter  FriedensGesprächen legen wir besonderen Wert darauf, Theorie und Praxis gleichermaßen zu vereinen. Es geht uns nicht nur darum, sachkundige Referenten und moderierte Runden zu präsentieren, sondern auch darum, Menschen vorzustellen, die durch konkrete Aktionen in der Praxis tagtäglich wertvolle Beiträge zur Friedensarbeit leisten. Diese praktische Arbeit ist ein zentraler Bestandteil unserer Gespräche, denn sie zeigt, wie Friedensarbeit nicht nur diskutiert, sondern auch aktiv gelebt werden kann. Unser Ziel ist es, Impulse aus der Theorie mit den konkreten Erfahrungen und Initiativen zu verbinden, die vor Ort eine echte Veränderung bewirken.

In diesem Rahmen freuen wir uns, Euch zur nächsten Veranstaltung am 17. November 2024 einzuladen. Wir haben die Ehre, Roland Kern bei uns zu begrüßen. Roland Kern, geb. zwischen Deutschland und Russland und maßgeblich an der Gründung der Städtepartnerschaft zwischen Speyer und Kursk beteiligt.

Sein Vortrag wird einen besonderen Einblick in diese einzigartige Städtepartnerschaft bieten, die gerade in diesen schwierigen Zeiten für den Dialog zwischen den Menschen wichtiger denn je ist. Roland Kern wird über seine persönlichen Erfahrungen, die Herausforderungen und die Erfolge berichten, die diese Freundschaft trotz der politischen Spannungen am Leben halten. Sein PowerPoint-Vortrag wird uns auf eine Reise durch die Geschichte und die Bedeutung dieser Partnerschaft mitnehmen, und im Anschluss wird es die Gelegenheit geben, sich in einem moderierten Gespräch weiter auszutauschen.

Wir laden Euch herzlich dazu ein, an diesem Nachmittag teilzunehmen, mitzudiskutieren und gemeinsam an Ideen zu arbeiten, wie wir praktisch und theoretisch unseren Beitrag zur Friedensförderung leisten.“

Wann / Wo:

Am Sonntag, den 17. November 2024 um 16:00 Uhr

Im SAALBAU Südbahnhof, Anne Bärenz-Saal (Gegenüber vom Backwerk)
Hedderichstraße 51
60594 Frankfurt am Main

Anfahrtskizze Südbahnhof (pdf)

Eintritt frei, Spenden erwünscht

Anmeldung wegen begrenzter Plätze erwünscht:
termine@nachdenken-in-frankfurt.de

 

Weitere Infos:

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Einladung zur Veranstaltung mit Florian Warweg: Wahrheitssuche mit Gegenwind

Montag, 28. Oktober 2024 von DFV-RPS (DRR)

Der NachDenkSeiten-Gesprächskreis Diez – Limburg – Bad Camberg
lädt ein zur Veranstaltung mit:

NachDenkSeiten-Redakteur Florian Warweg

Florian Warweg

über seine Arbeit, die Nord-Stream-Sprengung und die Bundespressekonferenz:

Wahrheitssuche mit Gegenwind

Der Journalist Florian Warweg arbeitet für die Nachdenkseiten als Parlamentskorrespondent in Berlin. Sichtbarster Teil seiner Tätigkeit ist der regelmäßige Besuch der Bundespressekonferenz (BPK). Das dort stattfindende „Frage-Antwort-Spiel“ mit den Regierungs- und Ministeriumssprechern kann getrost als der Versuch einer Wahrheitsfindung mit Gegenwind bezeichnet werden (einige Kostproben siehe unten).

Insbesondere bei seinem Bemühen, ein wenig Licht in die Aufklärung der Anschläge auf die Energieinfrastruktur Deutschlands zu bringen, beißt Warweg sprichwörtlich auf Granit. Oft sorgen seine Fragen zur Sprengung der „Nordstream“-Gasleitung beim interessierten Zuschauer für mehr Information als die verschleiernden Nicht-Antworten der Regierungsseite. „Statt Aufklärung und sachlicher Informationsvermittlung gab es populistische Unterstellungen“, merkt er nach einem Schlagabtausch mit dem Regierungssprecher an. Doch aufgeben gibt’s für Warweg nicht. Was treibt den Nachdenkseiten-Redakteur an?

Florian Warweg bei der Bundespressekonferenz mit Free Julian Assange-Maske

Florian Warweg bei der Bundespressekonferenz mit Free Julian Assange-Maske

 

Wann / Wo:

am Freitag, 15. November 2024, 19 Uhr (Einlass: 18 Uhr)

im Restaurant „Zur Turnhalle“ (Veranstaltungsraum nur über eine Treppe erreichbar)
65549 Limburg an der Lahn,
Ste.-Foy-Str. 16

Der Eintritt ist frei – wir bitten um Spenden.

 

Weitere Infos und Videos:

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Trauerrede für Milli Bauer

Mittwoch, 16. Oktober 2024 von DFV-RPS (DRR)

Am 19. September 2024 verstarb Emilie Bauer im Alter von 100 Jahren.

Die DKP-Gruppen Idar-Oberstein und Bad Kreuznach, die DKP-Bezirksorganisation Rheinland-Pfalz und der Deutsche Freidenker-Verband Rheinland-Pfalz/Saarland nehmen Abschied von ihrer Genossin und erinnern in ihrer gemeinsamen Todesanzeige an ihren Lebensweg.

Die Trauerfeier mit Urnenbeisetzung fand am Freitag, den 11. Oktober 2024, 14:00 auf dem Friedhof Almerich (Stadtteil Oberstein) in Idar-Oberstein statt.

Volker Metzroth hielt die Trauerrede, die hier nachzulesen bzw. als pdf herunterzuladen ist:

 

Es gilt das gesprochene Wort

Liebe Karin, liebe Sonja, lieber Stephan Grub und alle Angehörigen, liebe Genossinnen und Genossen, Freundinnen und Freunde von Milli, sehr geehrte Damen und Herren,

vor knapp einem Jahr feierten viele von uns gemeinsam mit Milli ihren 100. Geburtstag.

Heute sind wir hier, weil wir uns von ihr verabschieden müssen.

Wobei einer besonders fehlt, der damals noch dabei war:
Millis Bruder Wolfgang.
Er verstarb am vergangenen Sonntag.

Dazu mein Beileid seinem Sohn Stephan und allen Angehörigen.

Wer Milli kannte, weiß, dass sie in allem gründlich und vorausschauend war. So hat sie dann auch für denjenigen, der die Rede bei ihrer Trauerfeier halten würde, ob von den Freidenkern oder von ihrer Partei, einen Lebenslauf hinterlassen, eine – wie sie selbst schrieb – „gute Grundlage für die Trauerrede“. Da hatte sie mal wieder recht.

Ich kannte Milli und Alfred über 50 Jahre und empfinde es als eine Ehre, hier heute an sie erinnern zu dürfen.

Milli wurde am 28. Oktober 1923 in Oberstein geboren. Sie wuchs mit Mutter, Großvater und Onkel in einer Arbeiterfamilie auf. Das Geld war knapp, auch die Zeit der teils in Heimarbeit beschäftigten Erwachsenen, die Mutter ging Putzen.
Aber man tat alles, damit aus ihr – ich zitiere sie – ein „anständiger Mensch“ wurde.

Ab 1930 bis 1938 besuchte sie die Volksschule. Ihr Lehrer, der Herr Hügel förderte sie sehr, empfahl den Wechsel zum Gymnasium, was aber finanziell damals für einen Arbeiterhaushalt nicht leistbar war. So bekam sie dann durch Fürsprache ihres Lehrers 1938 eine kaufmännische Lehrstelle in der Fabrik der Gebrüder Stern. Angesehene Menschen, die bis dahin als Juden in Idar-Oberstein relativ unbehelligt geblieben waren.

Das änderte sich mit der Reichspogromnacht, als auch die Sterns Opfer des faschistischen Rassenwahns und des organisierten Terrors der Nazibanden wurden, teils nach Dachau verschleppt wurden. Zu ihrem Glück fanden die Sterns später in England als Flüchtlinge Schutz und Aufnahme. Im Lichte akueller Diskussionen kein unwesentlicher Fakt. Ihr Betrieb wurde „arisiert“, später von „Galanteriewaren“ auf Rüstungsproduktion umgestellt und bald nach dem Krieg geschlossen.

Milli musste als junge Frau Krieg und Faschismus erleben und deren Folgen in den Nachkriegsjahren. Eine – wie sie schrieb – „schlimme Zeit“, geprägt vom täglichen Kampf ums Überleben, ein paar Kartoffeln, ein Stück Brot. Das prägte ihr weiteres Leben.

Ihre Mutter heiratete 1939. 1943 wurde ihr Bruder Wolfgang geboren. Zu ihm, zu ihrer Schwägerin Brigitte und deren Sohn Stephan hatten sie und Alfred all die Jahre ein inniges Verhältnis. Noch in den letzten Monaten kümmerte sich Wolfgang liebevoll um vieles, trotz eigener Krankheit. Ihren maschinengeschriebenen Lebenslauf ergänzte sie hier handschriftlich, an den Bruder und dessen Familie gerichtet, mit „Nochmals Danke“.

Ihren Alfred lernte sie 1949 kennen. Sie heirateten 1955.

Alfred war handwerklich perfekter Stahlgraveur und kreativer Schmuckentwerfer. Das Zeichnen war eine seiner Stärken. Mit Millis Unterstützung wandte er sich dann als Rentner der Malerei zu, absolvierte ein Kunststudium und machte sich auch mit seinen Bildern in der Region einen guten Namen. Alfred verstarb 2013 völlig unerwartet.

Die Jahrzehnte mit ihm bezeichnete sie als ein „aktives und erfülltes Leben“. Und weiter: Diskussionen habe es oft gegeben, aber der Blick sei immer in dieselbe Richtung gegangen. Dazu gehörte auch, dass beide bis ins hohe Alter sportlich aktiv waren, von Radfahren bis Langlaufski. Als Reisende, nicht als Touristen, besuchten sie viele Länder, interessiert nicht nur an Landschaft und Sehenswürdigkeiten, sondern am Leben der arbeitenden Menschen. Stephan erzählte mir jüngst, dass er schon als Kind öfters mitfahren konnte.

Ihr großer Wunsch nach eigenen Kindern blieb leider unerfüllt.

Von 1949 bis zur Rente ab 1983 arbeitete Milli dann bei der Firma Fissler als kaufmännische Angestellte. Die Arbeit dort machte ihr Spaß, zumal sie als Mitglied der IG Metall und über 20 Jahre Betriebsrätin im Interesse ihrer Kolleginnen und Kollegen Einfluss auf deren Arbeitswelt nahm. Sie war Mitglied der Vertreterversammlung ihrer Gewerkschaft, von Tarifkommissionen, aktiv bei Streiks und Demonstrationen dabei und im Alter gemeinsam mit Alfred im Seniorenausschuss engagiert. Was sie beide auszeichnete war ihre Offenheit für Neues, wenn es um Interessen der Jugend ging.

Milli hatte in eine kommunistische Familie eingeheiratet. Ihr Schwiegervater war als Kommunist ein in der Idar-Obersteiner Arbeiterschaft geachteter Mann. Das weiß ich auch von meiner eigenen Mutter, die, aus Kirchenbollenbach stammend, damals bei Klein und Quenzer arbeitete, wo Alfred später lange Betriebsratsvorsitzender war. Öfters sprach sie voller Achtung vom „alten Bauer“ und auch von Alfred.

Als Kommunistin und Gewerkschafterin nahm Milli an den Kämpfen gegen Krieg und alte wie neue Faschisten teil, gegen die Remilitarisierung in den 50ern, den Vietnamkrieg, die Raketenstationierung im nahen Hunsrück in den 80ern und die Atombomben in Büchel. Auch den dritten deutschen Angriffskrieg in letzten Jahrhundert gegen Serbien bzw. Jugoslawien 1999 verurteilte sie, ebenso das Schüren auch aktueller Kriege durch Waffenlieferungen aus Deutschland. Die Solidarität mit den Opfern der Berufsverbotspolitik war ihr selbstverständlich, hatte sie doch selbst Verfolgung erfahren müssen wie z.B. durch Hausdurchsuchungen in Zeiten der Illegalität der KPD.

Die DKP an der Nahe 1968 mit konstituierend, war sie u.a. auf Kreis- und Ortsebene bis 2023 als Kassiererin tätig. Als in ihrer Stadt geachtete Persönlichkeit trat sie öffentlich für ihre Partei auf, auch durch kommunale Kandidaturen. Die Ereignisse von 1989 und den folgenden Jahren waren für Milli ein großer Rückschlag, aber kein Grund, den von ihr als richtig erkannten Weg nicht weiterzugehen. Trotz alledem! Sie war fest überzeugt, dass der Kapitalismus nicht das Ende der Geschichte sein wird.

Als Marxistin sah sie die Welt als erkennbar an, brauchte dafür keine von Menschen erdachten Götter usw. So war sie dann auch Mitglied im Deutschen Freidenker-Verband. Für sich selbst alles Religiöse ablehnend, bekämpfte sie aber nicht die gläubigen Menschen, sondern den vielfältigen Missbrauch von Religion bis hin, dass man immer wieder junge Menschen mit den Versprechen eines guten Platzes irgendwo im Jenseits in Krieg und Tod schickt. Mit vielen religiösen Menschen pflegte sie gute Kontakte, z.B. in der Friedensbewegung.

Mit Spenden unterstütze sie auch die Arbeit sozial engagierter Menschen und Projekte, z. B. die Tafel in Idar-Oberstein.

Den 100. Geburtstag feierte sie gemeinsam mit Familie, Freunden, Nachbarn, Kollegen, Genossen und auch „Offiziellen“ der Stadt Idar-Oberstein bei noch recht guter Gesundheit und geistiger Frische. In den Folgemonaten aber schwanden Millis Kräfte leider schnell, sie musste ihre Wohnung aufgeben und ins AWO-Seniorenzentrum umziehen. Am 19. September verstarb sie dann.

Milli wird uns, ihren Genossinnen und Genossen von den Freidenkern und der DKP als Kämpferin für Frieden und Sozialismus ein Vorbild in Erinnerung bleiben.

Alle, die sie kannten, liebten und schätzten, ihre Angehörigen, Freunde, Kollegen und Nachbarn, werden sie als großartigen Menschen, geprägt von Humanismus und Empathie, auch als Vorbild, in ihrem Gedächtnis bewahren.

Milli und Alfred hatten keine Angst vor dem Tod.

Deshalb will ich meine Rede mit einem Zitat von Immanuel Kant beenden:

Den Tod fürchten die am wenigsten, deren Leben den meisten Wert hat.

Volker Metzroth

 


Filmvorführung „Nürnberg“ in Koblenz: Die Nürnberger Hauptprozesse aus russischer Sicht

Samstag, 05. Oktober 2024 von DFV-RPS (DRR)

Einladung zur Filmvorführung mit Ausstellung und Diskussion:

Veranstalter: Koblenz im Dialog, Freidenker-Verband und DieBasis:

"Nürnberg"

„Nürnberg“

Die erste russische Verfilmung der Nürnberger Hauptprozesse, die der Geschichte und der Tätigkeit des von den Siegermächten (UdSSR, USA, Großbritannien und Frankreich) zur Verfolgung und Bestrafung der Hauptkriegsverbrecher der europäischen „Achsen“-Länder gestifteten Internationalen Militärgerichtshofs gewidmet ist.

„Nürnberg“ kam am 2. März 2023 in die russischen Kinos. Er basiert auf dem Roman von Alexander Swjaginze, dem ehemaligen stellvertretenden Generalstaatsanwalt Russlands, der auch das Drehbuch zu dem Film schrieb. Der von der Produktionsfirma Cinema Production mit Unterstützung der Russischen Historischen Gesellschaft produzierte Film ist mit Schauspielern aus Russland, den USA, Frankreich, Belgien, Österreich (Wolfgang Cerny) und Deutschland (Carsten Norgaard, Klaus Schindler, Thorsten Krohn und Ludwig Hollburg) besetzt.

Zum historischen Prozess gibt es in dem Film Szenen aus dem Gerichtssaal, wobei der Nürnberger Prozess an sich nur einen geringen Anteil an der Handlung hat, während sich außerhalb des Gerichtssaales ein Agenten-Melodrama abspielt.

Der Film wird im mehrsprachigen Original gezeigt (russisch, englisch, deutsch). Die englischen und russischen Passagen sind mit deutschen Untertiteln unterlegt.

 

Wann / Wo:

Samstag, 16. November 2024,
16:00 Uhr (Einlass: 15:30 Uhr)

Coenen Palais Koblenz
Hofstraße 272
56077 Koblenz-Ehrenbreitstein

Schutzgebühr: 5,00 €

Tickets und weitere Informationen bei: Krasser Guru

Die geringe Schutzgebühr ist als Spende für den hohen finanziellen Aufwand einer solchen Veranstaltung zu verstehen und wir danken für Ihr Verständnis. Schüler können ihren Beitrag, abzgl. der Gebühren und Mehrwertsteuer, die über das Buchungssystem Krasser Guru zustandekommen, am Veranstaltungsort wieder zurückerhalten. Bei Nichtteilnahme entfällt diese Möglichkeit. Die russische Botschaft bat sich aus, die Veranstaltung kostenfrei für jeden Interessenten zu halten, lediglich Spenden seien möglich.

 

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Veranstaltung mit Ulrike Guérot in Frankfurt am Main

Mittwoch, 25. September 2024 von DFV-RPS (DRR)

Im Rahmen der Frankfurter Friedensgespräche laden der NachDenkSeiten-Gesprächskreis Frankfurt am Main und der Deutsche Freidenker Verband e.V. in Kooperation mit BSW Unterstützerkreis FFM-Schwanheim und Westend Verlag ein:

Prof. Dr. Ulrike Guérot ist eine renommierte deutsche Politik­wissenschaftlerin und Publizistin.
Gründerin des European Democracy Lab in Berlin, ehemalige Professorin für Europa­politik an der Donau-Universität Krems und der Universität Bonn, Autorin mehrerer Bücher, darunter „Warum Europa eine Republik werden muss!“. Sie publiziert umfangreich in deutschen und europäischen Zeitschriften und Zeitungen. Sie wird regelmäßig eingeladen, in europäischen Medien und Begegnungen ihre visionären Ideen zur Zukunft Europas und ihre Konzepte zur Weiter­entwicklung der europäischen Integration zu präsentieren.

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Florian D. Pfaff:  Ziviler Ungehorsam als Bürgerpflicht? Vortrag in Darmstadt am 9. Oktober 2024

Dienstag, 17. September 2024 von DFV-RPS (DRR)

Der Gesprächskreis Darmstadt der NachDenkSeiten lädt in Kooperation mit dem Freidenker-Verband ein zum

Vortrag mit anschließender Diskussion:

Ziviler Ungehorsam als Bürgerpflicht?

Referent: Florian D. Pfaff, ehemaliger Major der Bundeswehr und Buchautor

Florian Pfaff

Florian Pfaff war Berufssoldat und studierte an der Bundeswehr-Universität München Pädagogik. Am 20. März 2003, während des aggressiven Angriffskriegs der USA gegen den Irak, verweigerte er pflichtgemäß den Befehl, sich an der Unterstützung einer völkerrechtswidrigen Aggression des größten NATO-Bündnispartners zu beteiligen. Die Konsequenzen für seine Zivilcourage folgten auf dem Fuß – aber er ließ sich nicht verbiegen.

Hr. Pfaff ist seit 2019 Sprecher des Arbeitskreises „Darmstädter Signal„

 

Wann / Wo:

Mittwoch, den 09. Oktober 2024 um 19:00 Uhr
in der „Teestube“ der „Bessunger Knabenschule“,
Ludwighöhstr. 42,
64285 Darmstadt

Im Anschluss an den Vortrag steht genügend Zeit für Fragen und kurze Diskussionsbeiträge zur Verfügung.

Der Eintritt ist frei – Solidarspenden zur Kostendeckung sind erwünscht.

 

Weitere Infos:

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Einladung zur Jahresmitgliederversammlung 2024 des Landesverbands Rheinland-Pfalz / Saarland

Dienstag, 17. September 2024 von DFV-RPS (DRR)

Jahresmitgliederversammlung 2024

Öffentlicher Vortrag mit Diskussion:

„Einwanderung oder Migration“

Referent: Joachim Kullmann

Joachim Kullmann

(Integrationsbeauftragter Kirner Land)

Verbandsgemeinde Kirner Land

 

Prolog: Richtigstellung der Begriffe

Woher kommt eigentlich der im deutschen Sprachraum relativ neue Begriff „Migrant“? Warum spricht man nicht von Einwanderern? Waren die „Gastarbeiter“ Migranten? Wer hat den und warum wurde der Begriff eingeführt?

1) Deutschland als uraltes Einwanderungsland
Kurzer Abriss der Ein- und Auswanderungsbewegungen seit der Völkerwanderung.

2) Migration, Immigration, Integration
Über verschiedene Stufen der Integration – von unerwünscht (z.B. Besatzungssoldaten) bis dringend erforderlich (minderjährige Flüchtlinge)

3) Multiethnische Staaten und Multikulti
Kritik: Assimilation-Integration-Separation, Warum Multikulti zum Scheitern verurteilt ist

4) Die neue Zusammensetzung der Arbeiterklasse
Seit den „Gastarbeitern“ versuchte Spaltung der Arbeiterklasse setzt sich fort mit der Verfügungsmasse von hin und her verschiebbaren „Migranten“

5) Ist die Nation durch Einwanderung gefährdet?
Vom Wesen des Arguments vom „Bevölkerungsaustausch“

6) Erfahrungen mit Zuwanderern
Wie groß ist die Bereitschaft zur Integration (auf beiden Seiten) und welche Hindernisse gibt es? Gehört der Islam zu Deutschland? Die schnelle Säkularisierung von Muslimen ist möglich – und warum islamischer Religionsunterricht schädlich wäre

Epilog: Ein paar Bemerkungen über Ängste

Wann / Wo:

Am Sonntag, den 27.10.2024 um 11:00 Uhr

Im Idaer Hof
Kobachstraße 68

55743 Idar-Oberstein

Parkplätze sind vor dem Veranstaltungsort nur begrenzt vorhanden. Ausreichende Parkplätze gibt es auf dem … Platz. Bei Bedarf holen wir Euch von dort ab und fahren Euch den Berg hoch zu dem nahegelegenen Lokal.

 

Tagesablauf:

11:00 Uhr Vortrag und Diskussion (s.o.)

13:00 Uhr Mittagspause

 14:00-16:00 Uhr Jahresmitgliederversammlung / Wahlen:

  1. Begrüßung
  2. Wahl der Versammlungsleitung und der Wahlkommission
  3. Rechenschaftsbericht
  4. Kassenbericht und Revisionsbericht
  5. Aussprache
  6. Entlastung der Kassierers/des Vorstands
  7. Wahlen:
    – Wahl des Landesvorstands und der Revision
    – Wahl der Delegierten zum Verbandstag 2025 31.05./01.06. in Bad Frankenhausen, Thüringen (zwei Delegierte und zwei Ersatzdelegierte)
  8. Jahresplanung 2024/2025
  9. Verschiedenes

 

Gäste sind herzlich willkommen

 

 Monika Krotter-Hartmann                Karin Gottlieb                               

Vorsitzende                                               Stellv. Vorsitzende

 

Anmeldung bitte bei Karin Gottlieb <kdgottlieb@vodafonemail.de>,
Frinkenstr. 9, 55743 Idar-Oberstein, T 06781 – 1685

 


Bild(er): DFV-RPS (DRR); Joachim Kullmann

Einladung zu Konzert und Lesung aus den Kriegstagebüchern von Astrid Lindgren 1939 – 1945

Montag, 16. September 2024 von DFV-RPS (DRR)

Der Freidenker-Verband lädt gemeinsam mit dem Verband Arbeiterfotografie und der DKP Darmstadt zu einer konzertanten Lesung ein:

„Die Menschheit hat den Verstand verloren“

Johanna Arndt liest aus den Kriegstagebüchern von Astrid Lindgren (1939 – 1945) und singt Lieder von Jacques Prevert, Bertolt Brecht, Kurt Tucholsky und Erwin Strittmatter.

Am Piano begleitet wird sie von Uwe Streibel, der auch zu den Tagebuchtexten atmosphärisch passende Stücke von Alfred Schnittke, Robert Schumann, Astor  Piazzolla, Frederic Chopin und Johann Sebastian Bach beisteuert.

Johanna Arndt

Die Kriegstagebücher von Astrid Lindgren 1939-1945

Pippi Langstrumpf, Michel aus Lönneberga, Ronja Räubertocher, Kalle Blomquist, Lotta, Karlsson vom Dach, die Kinder aus Bullerbü, Madita – für ihre Kinderbücher ist Astrid Lindgren weltberühmt. Astrid Ericsson machte eine Joumalistenausbildung bei der Lokalzeitung Vimmerby Tidning. 1939 begann die damals noch unbekannte Astrid Lindgren mit ihren Kriegstagebüchern, die sie kontinuierlich bis 1945 fortsetzte. Die Tagebücher waren nicht für die Öffentlichkeit gedacht, sondern dem Drang Lindgrens im neutralen Schweden geschuldet, zu verstehen, was in der Welt plötzlich vor sich geht. Dabei bediente sie sich der örtlichen Zeitungen, aber auch bei ihrer Arbeit bei der Postkontrollanstalt Schwedens, welches ihr Einblick in Briefe aus dem Ausland gab. „Schmuddeljob“ nannte sie diese Arbeit.

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Aufruf zur bundesweiten Friedensdemonstation am 3. Oktober in Berlin (mit Nachtrag)

Donnerstag, 12. September 2024 von DFV-RPS (DRR)

Red.

Am 3. Oktober findet in Berlin eine Friedensdemonstration statt, organisiert von der Initiative „Nie wieder Krieg – die Waffen nieder“. Sie wird von einem breiten Bündnis verschiedener Initiativen wie „Stopp Ramstein“, „Friedens- und Zukunftswerkstatt“ (s. auch ergänzender Text unten) und den Freidenkern unterstützt.


Nachtrag:

Bitte unbedingt auch den folgenden Artikel vom 27.09.24 auf der Seite des Bundesverbands der Freidenker lesen,

in dem der Vorsitzende des Freidenker-Verbands Sebastian Bahlo klarstellt, dass es nicht ohne Grund Kontroversen zum untenstehenden Demonstrationsaufruf gibt. Bahlo verweist darin u. a. auf Meinungsbeiträge von Freidenkerin Dagmar Henn, „die den Text des Aufrufs scharf kritisiert“ (hier) und vom stellvertretenden Vorsitzenden Klaus Hartmann, „der sich mit Angriffen auf die Friedensbewegung von innen beschäftigt“ (hier).

Der Deutsche Freidenker-Verband ruft natürlich weiterhin – trotz seiner Kritik an den Darstellungen und Auslassungen der Initiatoren des Aufrufs, bzw. erst recht – zur Teilnahme an der Demo auf. Spaltungs- und Zersetzungsversuche gegenüber der Friedensbewegung müssen zurückgewiesen werden, denn: „Wir müssen auf die Straße, um den wahnsinnigen Kurs auf Aufrüstung, Sterbehilfe für die Ukraine und Kriegseskalation gegenüber Russland zu stoppen.“

Keine Zustimmung zur Stationierung neuer US-Raketen!

NATO raus – aus der Ukraine und aus Deutschland!

„Nie wieder Krieg!“ – Freidenker-Verband ruft zur Teilnahme am 3. Oktober auf


 

"Die Waffen nieder - Nie wieder Krieg"

Die Initiative „Stopp Ramstein“ schreibt in ihrer Presseinformation einleitend:

„Wir leben in einer hochgefährlichen Zeit. Die Landtagswahlen in Thüringen und Sachsen haben gezeigt, dass die Augenwischerei der Bundesregierung, die uns trotz ihres Aufrüstungs- und Eskalationskurses in Sicherheit zu wiegen versucht, immer weniger Früchte trägt. Auch an der Wahlurne wird die Frage nach Krieg oder Frieden immer entscheidender.

Zunehmend mehr Menschen haben Angst, dass die Kriege in der Ukraine und in Nahost weiter eskalieren und sich zu völlig unkontrollierbaren Flächenbränden auswachsen könnten. Die vom Bundeskanzler gegebene Zustimmung, neue Mittelstreckenraketen, Marschflugkörper und Hyperschallwaffen in Deutschland zu stationieren, ohne das Parlament einzubeziehen oder die Zustimmung der Bevölkerung einzuholen, trifft nun auch auf Widerspruch in der eigenen Partei und in konservativen Kreisen.

Es ist dringend an der Zeit, den breiter werdenden Unmut als Widerstand auf die Straße zu bringen. Die von der Initiative „Nie wieder Krieg – Die Waffen nieder“ organisierte Friedensdemonstration am 3. Oktober in Berlin kommt gerade zur rechten Zeit. Die Mobilisierung im gesamten Bundesgebiet nimmt an Fahrt auf. Vor Ort werben Gruppen aus der Zivilgesellschaft, den Gewerkschaften, dem sozialen und antifaschistischen und dem parteipolitischen Bereich für eine Teilnahme. Sie organisieren Mitfahrmöglichkeiten, kleben Plakate und verteilen Flugblätter.“

 

Hier der Aufruf aus dem Rundbrief Nr. 4 (pdf) der Initiative „Nie wieder Krieg – die Waffen nieder“, ergänzt um aktuelle Mitteilungen und links wie die Forderungen, Infos zu Bahntickets und aktuellen Mitfahrmöglichkeiten:

Nein zu Krieg und Hochrüstung! Ja zu Frieden und internationaler Solidarität

Liebe Friedensfreundinnen und Friedensfreunde,

der Wahlkampf in Thüringen, Sachsen und Brandenburg hat gezeigt: für die Menschen im Land ist der Frieden das zentrale Thema. Die aktuellen Äußerungen des Bundeskanzlers zur Rechtfertigung der Stationierung von Mittelstreckenwaffen zeigen erneut, wie gefährlich die friedenspolitische Situation ist.

Die zunehmende Bereitschaft, zur Demonstration am 3. Oktober nach Berlin aufzurufen, wächst – wie man der Homepage unserer Initiative entnehmen kann. Organisationen und Initiativen senden uns ihre Unterstützung und berichten von Aktionen zur Mobilisierung – besonders am Antikriegstag.

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Herzlich Willkommen beim Deutschen Freidenker-Verband e.V., Landesverband Rheinland-Pfalz, Saarland



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